Viele Studien zeigen: Placebo-Effekte, können Therapien wirksamer machen und Symptome lindern, Nocebo-Effekte Symptome verstärken. Wie lassen sich diese Effekte zum Wohle von Patient:innen nutzen? 

Die Wirksamkeit von positiven Erwartungseffekte, bekannter als Placebo-Effekte, ist in zahlreichen Studien gezeigt worden. Bemerkenswert ist, dass Placebo-Effekte nicht nur bei wirkstofffreien Placebos wirken. Sie können auch „echte“ Therapien wirksamer machen und Symptome lindern. Während darin eine Chance liegt, medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien zu unterstützen, können negative Erwartungen, also Nocebo-Effekte, Symptome verstärken und die Wirksamkeit von Therapien abschwächen.

Doch wie wirken Erwartungen, welche psychologischen und neurobiologischen Mechanismen tragen diese Effekte? Wo liegen Chancen, aber auch Grenzen von Erwartungseffekten? Und wie lässt sich die Macht der Erwartungen ethisch verantwortungsvoll zum Wohle von Patienten nutzen? Wie können Placebo-Effekte unterstützt und Nocebo-Effekte reduziert werden?

Beim Fortbildungstermin der Rhein-Ruhr-Region am 2. Dezember 2026 möchten wir Antworten auf diese Fragen und direkt anwendbare, alltagspraktische Tipps geben.

Wer bis dahin nicht warten möchte, kann sich bereits mit Hilfe eines kurzen Praxisbuches vorab in die Thematik einlesen: Im Buch „Der Placebo-Effekt: Wissenswertes für Gesundheitsberufe“ (Peters, Hartmann, Bingel & Benson; erschienen in der Springer Essentials-Reihe) werden auf nur 57 Seiten die wichtigsten Fakten und viele Hinweise für den Berufsalltag zusammengefasst. Das Beste: Das Buch ist über die Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen kostenfrei zugänglich. Schauen Sie hier gerne hinein.

Text: Prof. Dr. Sven Benson

Übersicht: NewsletterErstellt am: 10.07.2026