Wie gelingt Positive Health im Praxisalltag? Die Trainingstage lieferten Antworten, praktische Erfahrungen und viel Motivation für den Start der Interventionsphase des Projekts.

Mit den Positive Health Trainingstagen ist das Forschungsprojekt „Positive Health Innovation“ erfolgreich in die nächste Phase gestartet. An zwei Schulungstagen wurden die teilnehmenden Studienärztinnen und -ärzte intensiv auf die Umsetzung des Projekts in ihren Praxen vorbereitet – praxisnah, interaktiv und mit spürbarer Begeisterung für das Konzept Positive Health.

Die erste Veranstaltung fand am 25. April in den Räumlichkeiten des Instituts für Allgemeinmedizin Essen statt. Gemeinsam mit fünf teilnehmenden Studienärztinnen nahmen die niederländische Positive-Health-Expertin Karolien van den Brekel, die Essener Hausärztin und Institutsmitarbeiterin Melissa Stiefermann sowie Philip Schillen, Projektleiter am Standort Essen, die Teilnehmenden mit auf eine intensive Reise in die Welt von Positive Health.

Eine zusätzliche Schulung für drei weitere Studienärzte folgte am 20. Mai ebenfalls am Institut für Allgemeinmedizin. Beide Veranstaltungen boten viel Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen.

Im Mittelpunkt der Trainingstage stand die Frage, wie Positive Health-Gespräche erfolgreich in den hausärztlichen Alltag integriert werden können. In mehreren praxisorientierten Einheiten lernten die Teilnehmenden das Konzept näher kennen und konnten in zahlreichen Übungen erste eigene Erfahrungen sammeln. Besonders wertvoll waren dabei die Selbsterfahrungsanteile sowie die Möglichkeit, konkrete Gesprächssituationen gemeinsam zu reflektieren und auszuprobieren.

Neben Fällen aus dem Praxisalltag wurden auch fiktive Fallbeispiele diskutiert und bearbeitet. Darüber hinaus richtete sich der Blick über die eigenen Praxisgrenzen hinaus: Es wurden spannende Einblicke in die Umsetzung von Positive Health in den Niederlanden gegeben und Beispiele aus dem Essener Gesundheitskiosk vorgestellt, wo das Konzept bereits erfolgreich gelebt wird.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Mit vielen neuen Impulsen, praktischen Ideen und einem guten Gefühl gingen die Studienärztinnen und -ärzte zurück in ihre Praxen. Dort werden bereits erste Positive Health-Gespräche geführt – und schon bald startet die Interventionsphase des Forschungsprojekts mit den ersten Patientinnen und Patienten.

Auch für das Team des Instituts für Allgemeinmedizin waren die Trainingstage ein besonderes Erlebnis. Der offene, motivierende und positive Austausch mit den engagierten Hausärztinnen und Hausärzten hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in einer patientenzentrierten und ressourcenorientierten Versorgung steckt.

Text: Philip Schillen

Übersicht: NewsletterErstellt am: 04.07.2026