
ifam Essen wird Geschäftsstelle des Westdeutschen Zentrums für Allgemeinmedizin (WZA)

Im Oktober 2025 gründete sich in Düsseldorf das Westdeutsche Zentrum für Allgemeinmedizin (WZA). Ziel des Zusammenschlusses der neun universitären Institute für Allgemeinmedizin des Landes NRW ist der Aufbau eines national wie international sichtbaren, kompetitiven und kooperationsstarken klinisch-wissenschaftlichen Netzwerks. Eine zentrale Säule des WZA ist das standortübergreifende hausärztliche Forschungspraxennetz HAFO.NRW. Durch die enge Zusammenarbeit der neun Institute sollen die allgemeinmedizinische Lehre der Standorte durch Orientierung an Best Practice Modellen gestärkt, allgemeinmedizinische und Versorgungsforschung vorangetrieben und die Translation neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis befördert werden. Das WZA leistet damit auch Beiträge zum Gesundheitserhalt, zur Prävention chronischer Erkrankungen sowie zur Förderung der Gesundheitskompetenz im Land NRW.
Beteiligte sind neben der Universität Duisburg-Essen die RWTH Aachen, die Universität Bielefeld, die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Bonn, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Universität zu Köln, die Universität Münster sowie die Universität Witten/Herdecke.
Bei den Sprecherwahlen für dieses Gremium im Februar 2026 wurden Univ.-Prof. Dr. med. Beate Müller, Institut für Allgemeinmedizin der Uniklinik Köln, und Univ.-Prof. Dr. med. Achim Mortsiefer, Lehrstuhl für Allgemeinmedizin II der Universität Witten/Herdecke, zum Führungsteam gewählt. Die Geschäftsstelle des WZA ist künftig – wie auch schon die Verbundleitung für HAFO.NRW – in Essen angesiedelt unter der Verantwortung von Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen in der Schmitten, MPH, Leiter des hiesigen Instituts für Allgemeinmedizin (ifam).
Prof. in der Schmitten betont: „Das enge Miteinander von Geschäftsstelle des WZA und Verbundleitung von HAFO.NRW am Standort Essen wird dazu beitragen, dass das Netzwerk der universitären Allgemeinmedizin in NRW seine Forschungsleistung steigern und dadurch Verbesserungen für die Behandlung, Betreuung und die Lebensqualität der Menschen in NRW bewirken kann.“
Text: Jürgen in der Schmitten