Wie sind Sie ans ifam gekommen?

Das war 2014, durch eine Anzeige im Westfälischen Ärzteblatt. Das ifam suchte neue Lehrbeauftragte. Ich habe mich schon immer für Lehre interessiert und hatte durch eine neue Kollegin etwas Freiraum in der Praxis. Seit 2020 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut. Ich betreue u.a. die allgemeinmedizinischen Wahlfächer „Klasse Hausarzt“ und „EinBlick in die Hausarztpraxis“, in denen die Studierenden schon in der Vorklinik mit der praktischen Allgemeinmedizin in Berührung kommen.

Was schätzen Sie am ifam besonders?

Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam neue Konzepte erarbeiten, Projekte voranbringen, bei Schwierigkeiten Unterstützung finden – das ist einfach toll!

Was hat Sie in Ihrer Ausbildung besonders geprägt?

Ich habe meine Facharztausbildung zur Internistin in zwei kleinen Krankenhäusern am Rande des Ruhrgebietes gemacht. Dort wurde großen Wert auf die Anamnese und eine gründliche körperliche Untersuchung gelegt. Bei der Chefarztvisite musste man seine diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen gut begründen können. Von den damals erworbenen „Skills“ profitiere ich heute noch, sowohl bei meiner hausärztlichen Tätigkeit als auch in der Lehre.

Wo finden Sie Ausgleich zu Ihrem beruflichen Alltag?

Definitiv draußen – am liebsten in meinem Kajak auf dem Wasser. Und auf der Tanzfläche, beim Paartanz oder Linedance.

Zukunftsvision: Ihr Wunsch für die allgemeinmedizinische Lehre in 10 Jahren.

Ich hoffe, dass es uns gelingt, immer mehr Studierende für die Allgemeinmedizin zu begeistern. Ein wesentlicher Schritt sind frühe und longitudinale Lehrangebote, wie wir sie bereits im Projekt LOCALHERO realisiert haben. Besonders wichtig ist dabei die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in unseren Lehrpraxen, die wir im Rahmen des Projektes intensivieren konnten. Mehr zu LOCALHERO erfahren Sie hier.

Text: Eva Strüwer

Übersicht: NewsletterErstellt am: 16.01.2026