Unter dem Motto „Mehr als ein Kreuz? Vorausplanung (nicht nur) für den Notfall“ fand vom 26. bis 27. Februar 2026 der 3. Deutsche Advance Care Planning Kongress in Nürnberg statt. Organisiert wurde der Kongress durch die Fachgesellschaft Advance Care Planning Deutschland e.V. unter dem Vorstandsvorsitz von Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen in der Schmitten, MPH, Direktor des ifam. 

Rund 200 Teilnehmende aus Deutschland und der Schweiz tauschten sich in einer Vielzahl an Workshops und Vorträgen über den aktuellen Stand von Advance Care Planning (ACP) in Wissenschaft und Praxis aus. 

„Ich bin beeindruckt von dieser starken Community, die dafür eintritt, dass Menschen in gesundheitlichen Krisen gemäß ihren individuellen Präferenzen behandelt werden. Besonders gefreut hat mich die Kongressteilnahme leitender Vertreter der DIVI, der DGINA und der DGP (Palliativmedizin). ACP erfährt von dieser Seite eine große Unterstützung,“ erklärt Jürgen in der Schmitten.

Plenarsitzung Notfallplanung, 3. Deutscher ACP Kongress 2026

ACP ist fester Forschungsschwerpunkt am ifam und Jürgen in der Schmitten sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Annika Godder und Catrin Beu führten selbst drei Workshops im Rahmen des Kongresses durch: 

In einer speziellen Playback-Session bot Jürgen in der Schmitten ACP-Gesprächsbegleitenden die Gelegenheit herausfordernde Situationen aus Ihrer Gesprächsbegleiterpraxis vorzustellen und durch Simulationspatienten nachspielen zu lassen. Eine gemeinsame Reflexion gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, neue Ideen und Lösungen für die sensible ACP-Gesprächsführung zu entwickeln. 

Im Workshop „ACP außerhalb der Finanzierung über § 132g“, moderiert durch Annika Godder, stellten mehrere Akteur*innen ihr Konzept, ihre Arbeitsweise und ihre Erfahrungen mit ACP außerhalb der Finanzierung über § 132g vor. Anschließend wurden gemeinsam Ideen gesammelt, wie sowohl eigene Ansätze als auch die Implementierung im Quartier bzw. in der Region forciert werden könnten. 

Der Workshop „Interaktion von Gesprächsbegleitenden mit Hausärzt*innen: Erfahrungen und Best Practice Modelle“, geleitet von Catrin Beu und Jürgen in der Schmitten, legte einen speziellen Fokus auf die hausärztliche Mitarbeit im ACP-Prozess. Rund 30 ACP-Gesprächsbegleitende und Hausärzt*innen beleuchteten in einer lebhaften Diskussion Bedarfe und Lösungsansätze für eine gelungene Zusammenarbeit.  

Weitere Informationen zu Advance Care Planning und zum Kongress-Programm.

Text: Catrin Beu

Übersicht: NewsletterErstellt am: 14.04.2026