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Kompetenzzentrum Palliativmedizin

(verantwortliche Leitung: Dr. med. Christoph Gerhard)

Das Kompetenzzentrum Palliativmedizin am Lehrstuhl für Allgemeinmedizin ist seit 2012 zentral für die Ausbildung der Medizinstudierenden in dem neuen Querschnittsbereich QB 13 „Palliativmedizin“ des Uniklinikums Essen verantwortlich. Bereits seit 2008 sind Seminare und Blockpraktika zu palliativmedizinischen Themen im Rahmen der studentischen Lehre konzeptuell von Dr. Peter Kaup, der das Kompetenzzentrum damals aufbaute, entwickelt und durchgeführt worden.

Der Unterricht im QB 13 besteht nach dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin aus 20 Unterrichtsstunden, von denen am Lehrstuhl für Allgemeinmedizin die Hauptvorlesung (neun Hauptstunden) und ein Seminar (vier Stunden) ausgerichtet werden. Darüber hinaus sind an dem QB 13 das Westdeutsche Tumorzentrum zur Symptombehandlung, die Klinik für Anästhesie zur Schmerztherapie und die Klinik für Neurologie zu neurologisch-psychiatrischen Symptomen beteiligt.

Das Kompetenzzentrum Palliativmedizin engagiert sich aus einer allgemeinmedizinischen Perspektive für die Palliativversorgung sowohl an Tumorerkrankungen Sterbender als auch der vielen Menschen mit fortgeschritten internistischen und neurologischen Erkrankungen gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation. Während für die Palliativversorgung Tumorerkrankter bereits viele Konzepte existieren, besteht für die große Zahl der „Nichttumorerkrankten“ (fast 75 % der Sterbefälle in Deutschland) noch erheblicher Entwicklungsbedarf. Ziel des Kompetenzzentrums Palliativmedizin ist eine Palliativversorgung für „alle, die es brauchen“ und „dort, wo sie es brauchen“. Umfragen zufolge möchten die meisten Menschen zu Hause sterben. Die Hausarztmedizin einschließlich der Versorgung in Altenheimen spielt daher in der Palliativversorgung eine zentrale Rolle.